- war nie wirklich weg -
  Startseite
  Archiv
  Disclaimer
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren

    productsofboredom
    dr.zoidberg
    quax
    - mehr Freunde

   Misanthropenwald - Blog von Achja und Quax
   Unsere Stadt - Blog meines Jahrgangs
   Simon in England
   Isi in New York

http://myblog.de/achja

Gratis bloggen bei
myblog.de





Wie ich einmal aus Berlin abreisen wollte

Ich war am Wochenende in Berlin, mit Anke Jenny besuchen.

Das muss als Vorgeschichte reichen, denn die Rückfahrt stellt sowieso alles in den Schatten, was in Berlin auch hätte passieren können.

Besser gesagt: Die Nicht-Rückfahrt stellt das alles in den Schatten.

Denn am Sonntag gegen 11 Uhr wollten wir zurückfahren, ich fuhr den abartig hohen Berliner Bordstein runter - ich hatte auf einer durch ihn abgegrenzten Berliner Parkplatzverkehrsinsel geparkt - und dann war schon fast Schluss.

Denn: Plötzlich mein Auto so: Rappel! Knartsch! Rumpel!
Ich so: Scheiße.
Anke so: Och nee.

Ich wechsel jetzt das Tempus, wegen mehr Nähe und so. Wer sich dran stört, kann mich.

Ich fahre noch ein, zwei Kilometer durch Berliner Stadtverkehr, mein Auto macht jedoch Geräusche, die mir zu denken geben. Am Alex (cool für Alexanderplatz, Osten) fahre ich rechts ran. Fluche mich halb zu Tode und rufe bei AC/DC an. Die verweisen mich an den ADAC und sagen, dass sie den Gag nicht mehr hören können.

Ich bin kein ADAC-Mitglied, gebe denen also Ankes Nummer durch. Nach einer Stunde kommt der gelbe Engel, der erstaunlich irdisch aussah und sich unters Auto legte, am rechten Vorderrad (das ja Geräusche macht) rüttelt, nichts feststellt und vorschlägt mal eine Runde um den Blog zu fahren.

Da benimmt sich mein Auto, gibt kein Geräusch von sich. Ich spreche schon von Wunderheilung und fantasiere über eine problemlose Rückfahrt, als es plötzlich am rechten Hinterrad anfängt zu knarzen, als ob gleich das Rad abbricht. Der ADAC-Mann berlinert übrijens ziemlich und meint: "Ik schau mir dit ma an, wa?" Und rüttelt am Hinterrad. Diagnose: Radlager. Also kaputt.

"Dit jed aber nich über die Karte von ihrer Bekannten hier, wa", sagt der ADAC-Mann, ist aber extremst kulant (wirklich) und lässt das eben über die Mitgliedschaft meiner Mutter regeln, denn: die Karre muss auf den Abschleppwagen.

Der kommt dann nach einer weiteren Stunde, die ich Choleriker nutze, um zu weiteren Höhepunkten der Schimpferei zu finden. Der Abschleppwagen-Mann unterbricht sie durch einen Anruf, um zu klären, wo wir genau stehen und ich, der ich meine, ihn schon gesehen zu haben, frage: "Sind Sie in so einem gelben ADAC-Wagen unterwegs?"

Gut. Es gibt intelligentere Fragen. Aber da hätte ja sonst ein Abschleppunternehmen beauftragt werden können. Der Abschleppmann ist aber noch berlinerischer als der erste und pampt mich durchs Handy an: "Nee, ik bin in nem jelben Auto vonna Post unterwegs! Natürlich ADAC, Mann!"

Dann schleppt er uns nach Höhenschönhausen zur ADAC-Station, die passenderweise direkt neben dem EX-Stasi-Knast liegt. Auf der Fahrt erzählt er uns davon, dass wir nach hause geschleppt werden können, oder Mietwagen, wie wir wollen. Ich will gar nichts, ich will vorallem nicht, dass mir der Typ die Ohren volllabert, wie geil Berlin ist und wie kacke der Rest der Welt. Vorallem Bonn kann er nicht leiden. Warum auch immer, letztlich hat Berlin ja gewonnen.

Egal. In Hohenschönhausen (das ich zur Verwunderung des Abschleppmannes kenne, selbst als hirnloser Rheinländer), stellt sich dann die Frage: Abschlepptransport (Pick up heißt das. Ich dachte zuerst, ich bekäme als Leihwagen einen Pickup. Aber denkste) oder Leihwagen.
Nach einigem Hin und Her entscheide ich mich für den Pickup, da sonst meine Auto zehn Tage kaputt in Berlin rumstehen würde. Anke können wir bis zum Kamener Kreuz mitnehmen, von da aus hat sie sich was organisiert, um zur Uni zu kommen. Robert, den ich mitnehmen wollte, muss ich enttäuschen, er fährt Zug. Umwege werden nämlich nicht gefahren.

Dann gehts auf den Anhänger und nach hause. Wir haben mittlerweile 15.30 Uhr. Auf der Rückfahrt bläst uns Xynthia einen (flach. Ich weiß.). Der Anhänger schlingert gut, eine Befestigung geht ab und mein Auto muss sich drei Kilometer lang selbst festhalten.

Um ein Uhr nachts komme ich dann in Lohmar an, nachdem wir durch Wind, Wetter und Stau gefahren sind.

Mein Auto ist mittlerweile wieder ganz. Kaputt waren außer dem Radlager auch Bremszylinder und die hinteren Bremsscheiben. Autofahren ist halt teuer.
5.3.10 13:02
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Philipp (5.3.10 14:47)
hihihihihi!


Peter / Website (5.3.10 18:49)
Die ganzen schlechten Wortspiele brannten Dir aufm Herzen, oder? :D Hab aber auch eins für Dich:
War heute fürs Blättle bei einer Ausstellung über Mahnmale zur NS-Verfolgung. Der Organisator meinte: "Statt eines Ausstellungs-Katalog gibt es von uns einen Führer für Köln." Habe den Joke direkt eingebaut.

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung